Starlinger - Press Monitor 2024
Warum Gerüche künftig keine Hindernisse mehr darstellen
Die bei Ambiente installierte Recostar-Recyclinganlage ist mit der bekannten Geruchsreduktionstechnologie von Starlinger ausgestattet und verarbeitet Waschmittelflaschen aus HDPE sowie gewaschene Post-Consumer Agrarfolien aus LDPE. „Agrarfolien werden für verschiedenste Anwendungen eingesetzt – zum Beispiel in Gewächshäusern, als Ernteabdeckung oder für Silage. Dadurch sind auch noch nach dem Waschen organische Rückstände vorhanden, die im anschließenden Recyclingprozess Gase verursachen“, erklärt Paul Niedl, kaufmännischer Leiter von Starlinger Recycling Technology. „Im Fall von Verpackungsanwendungen wie Waschmittelflaschen migriert der Geruch des Inhalts während der Lagerung und Verwendung in das Verpackungsmaterial. Unsere Geruchsreduktionstechnologie ist darauf ausgelegt, solche Gerüche dauerhaft zu entfernen, sodass das produzierte Regranulat für hochwertige Anwendungen geeignet ist. Anstelle von Downcycling kann es so in derselben Anwendung wiederverwendet werden, wodurch ein geschlossener Kreislauf entsteht.“
D as geruchsbehandelte HDPE- und LDPE-Regranulat eignet sich für eine Vielzahl an Anwendungen. (Bild: Starlinger)
Wie läuft dieser Prozess ab? Um eine breite Palette an Eingangsmaterialien zu verarbeiten, kann der gesamte Recyclingprozess je nach Verunreinigung und Geruchsintensität des Eingangsmaterials und den gewünschten Spezifikationen des erzeugten Regranulats individuell angepasst werden. Der Aufbereitungsprozess beginnt mit dem Zerkleinern und Homogenisieren des Eingangsmaterials im Smart-Feeder, in dem das Material auch erhitzt wird, bis es den idealen Betriebspunkt erreicht. Stark flüchtige Gerüche werden bereits während dieses Prozessschritts extrahiert. Nach dem Hauptextruder wird die Schmelze in kontinuierlichen Schmelzefiltern gefiltert, um feste Verunreinigungen zu entfernen, damit diese in den nachfolgenden Prozessschritten keine Gerüche freisetzen können. Das anschließende C-VAC-Modul vergrößert die Oberfläche der Schmelze um 300 %, wodurch eine äußerst hohe Entgasungseffizienz erreicht wird. Damit wird sichergestellt, dass auch tief eingebettete Gerüche dauerhaft entfernt werden. Im letzten Schritt wird das produzierte Regranulat in der sogenannten Pellet Conditioning Unit (PCU) am Ende des Recyclingprozesses behandelt, um besonders hartnäckige Gerüche zu entfernen. Dies gewährleistet ein dauerhaft geruchsverbessertes Regranulat, das für die Herstellung einer breiten Palette von Kunststoffprodukten verwendet werden kann.
Quelle: Starlinger
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